Alles über Bitcoin

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Alles über Bitcoin
Wichtigste Erkenntnisse:
– Bitcoin erblickte 2008 das Licht der Welt. Es handelt sich um die erste dezentrale digitale Währung überhaupt: Das zugehörige Netzwerk läuft und erhält den Wert autonom aufrecht – weder Staaten noch eine Zentralbank sind beteiligt.
– Grundlage von Bitcoin ist die Blockchain, ein digitales Kontobuch, das von allen Nutzern gelesen, aber nicht verändert werden kann. So funktioniert das Netzwerk auch ohne zentrale Instanz
– Das Konsensprotokoll für das Bitcoin-Netzwerk – d. h. der Mechanismus, mit dem die Netzwerkknoten Transaktionen validieren – ist Proof-of-Work.
– Da Bitcoin auf einem vertrauenslosen Blockchain-Netzwerk basiert, bei dem für das zuverlässige Verfolgen von Transaktionen keine zentrale Behörde erforderlich ist, hat es mit seinen Peer-to-Peer-Transaktionen (also Transaktionen zwischen gleichrangigen Nutzern) die Grundprinzipien des Vermögenstransfers revolutioniert.

Bitcoin wurde erstmals im Oktober 2008 in Satoshi Nakamotos Whitepaper beschrieben und ist die erste jemals entwickelte Kryptowährung. Bis zum heutigen Tag ist sie mit deutlichem Abstand Marktführer. Daher ist es durchaus lohnenswert, sie einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Im Folgenden erfahren Sie, was Bitcoin ist, wie sie funktioniert und welche Anwendungsfälle es gibt. Machen wir uns schlau!

Die zentralen Elemente von Bitcoin

Vielleicht erinnern Sie sich, dass wir im vorangegangenen Artikel angerissen haben, warum Bitcoin so bedeutend ist und welche Probleme damit gelöst werden.

Genauso, wie es sich der mysteriöse Erfinder Satoshi Nakamoto gewünscht hat, ist die Dezentralität ein Schlüsselelement von Bitcoin. Sie sorgt dafür, dass keine zentrale Instanz den Zugang zu seinem Netzwerk kontrollieren, drosseln oder einschränken kann. Aber das ist noch längst nicht alles.

Bitcoin verfügt über eine einzigartige Kombination wesentlicher Attribute und hebt sich dadurch von traditionellen Geldmitteln oder anderen Vermögenswerten ab. Es gibt eine ebenso einfache wie einprägsame Methode, mit denen man sich diese Eigenschaften veranschaulichen kann: das gute alte Akronym.

Kann‘s losgehen? Gebt mir ein B…!

„Be Your Own Bank“

Bitcoin ist das erste Finanzsystem, das ein vollständig auf gleichrangigen Nutzern basierendes Netzwerk erfolgreich implementiert hat. Dank der Blockchain-Technologie war Bitcoin die erste Kryptowährung, die das bis dahin unlösbare Doppelausgabenproblem überwunden hatte. Dies hatte zur Folge, dass Sie mit BTC – und grundsätzlich mit Kryptowährungen – Ihr Geld und die zugehörigen Transaktionen nicht mehr in die Hände von Banken oder anderen Finanzinstitutionen legen müssen. Sie können mit Nutzern auf der ganzen Welt uneingeschränkt und direkt Geschäfte machen.

„Impossible to Hack“

Die Dezentralisierung ist für die Autonomie von Blockchain-Netzwerken (und Bitcoin) unverzichtbar, denn sie erhöht deren Sicherheit und macht sie mehr oder weniger immun gegen externe Eingriffe.

Sehen wir uns ein Beispiel an. Wenn in einem zentralisierten Umfeld – etwa einer Bank oder einer Zentralbank – ein Computer gehackt wird, kann alles vorbei sein, weil ein solches System einen zentralen Kern hat, in dem entscheidende Informationen gespeichert und verwaltet werden.

Dagegen ist die Kontrolle über ein dezentralisiertes Netzwerk wie der Blockchain auf viele Tausend Knoten weltweit verteilt. Jemand, der ein solches Netzwerk übernehmen wollte, müsste mehr als 51 % dieser Knoten unter seine Kontrolle bekommen. Dass ein Hacker so viele verschiedene Computer erfolgreich angreifen könnte, ist praktisch ausgeschlossen. Da alle Transaktionen durch das Community-Netzwerk validiert werden, ist Betrug nicht möglich. Falschtransaktionen würden einfach abgelehnt. Daher können Sie guten Gewissens davon ausgehen, dass hier vorgenommene Vermögensübertragungen sicher sind: Es ist ganz einfach unmöglich, das Netzwerk zu hacken.

„Thick & Fast“

Bitcoin-Transaktionen können praktisch in Echtzeit von jedem Ort der Welt aus in jedes Land gesendet werden – Grenzen spielen keine Rolle. Nationale und internationale Transaktionen erfordern den gleichen Zeitaufwand, und es werden die gleichen Gebühren fällig. Außerdem ist, während herkömmliche internationale Transaktionen zwischen ein und vier Werktagen dauern, eine BTC-Transaktion innerhalb von etwa zehn Minuten abgeschlossen.

„Crystal Clear“

Bitcoin ist vollständig quelloffen und daher uneingeschränkt transparent. Jeder Mensch kann den Code unter die Lupe nehmen und überprüfen, wie er funktioniert. Auch sind sämtliche Transaktionen öffentlich auf der Blockchain verfügbar, d. h., Sie können alle Daten im Zusammenhang mit Ihren Bitcoin-Konten und Ihrem Guthaben überprüfen.

„Own Your Money“

Bei Bitcoin gib es keine zentrale Behörde, die Ihnen vorschreiben könnte, was Sie mit Ihrem eigenen Geld tun können und was nicht. Anders als Guthaben, das Sie in der Obhut eines Finanzinstituts lassen, behalten Sie bei Bitcoin die volle Kontrolle über Ihr Geld sowie sämtliche Eigentumsrechte daran. Es gibt weder Autoritätsmissbrauch noch Vertrauensbruch.

„Incognito“

Zwar sind Bitcoin-Transaktionen vollständig öffentlich, doch können Sie selbst bei Ihren Transaktionen pseudonym bleiben. Bei den in Bitcoin verwendeten Adressen handelt es sich um Datenstrings, die für sich genommen keinen Rückschluss auf eine bestimmte Person zulassen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Sie beim Kauf Ihrer ersten Coins normalerweise einen realen Identitätsnachweis vorlegen müssen, der theoretisch verwendet werden könnte, um Transaktionen, die von dieser allerersten Wallet ausgehen, mit Ihnen in Verbindung zu bringen. Innerhalb der Blockchain selbst können Sie jedoch nach Herzenslust Transaktionen durchführen, ohne dass persönliche Daten involviert wären.

„Not Only for Speculation“

Bitcoin ist kein reines Spekulationsobjekt. Sie wurde zunächst als Zahlungsmittel konzipiert – eine Art digitales Bargeld“. Ihre Popularität hat zu immer höherer Akzeptanz und immer mehr Anwendungsfällen beigetragen. Dies betrifft auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen – von Pizzen bis zu Lamborghinis. Die allerersten Artikel, die mit Bitcoin bezahlt wurden, waren zwei Pizzen! Seinerzeit kosteten sie zusammen etwa 40 Dollar. Heute sind sie über 200.000.000 US-Dollar wert.

Im Jahr 2017 wurde das Konzept vom „Bitcoin-Lambo“ zu einem geflügelten Wort in der Krypto-Community. Es bezieht sich auf die Frage, wie lange es noch dauern wird, bis man mit Bitcoin endlich einen echten Lamborghini kaufen kann – denn so kometenhaft war der Kurs damals durch die Decke gegangen. Diese wurde einfach auf zwei Worte verkürzt: „When Lambo?“.

Heute ist es möglich, mit Bitcoin Luxushäuser oder Tickets für Weltraumflüge zu kaufen, was zeigt, dass Bitcoin ein akzeptiertes Mittel zur Abwicklung umfangreicher Transaktionen und Investitionen geworden ist. Und auch wenn sich Bitcoin noch nicht für jedermann eignen, verheißen der allmähliche Akzeptanzgewinn von Bitcoin und ihr Einzug in den Mainstream eine wirklich rosige Zukunft.

Bitcoin in Aktion: So funktioniert‘s

Wir haben Ihnen bereits erklärt, wie Blockchain-Transaktionen funktionieren: Sie ermöglichen einen transparenten, sicheren und anonymen Vermögenstransfer zwischen den beteiligten Nutzern – im großen Stil und unkontrolliert durch externe Dritte. Bitcoin – oder BTC – funktionieren genauso. Sehen wir uns die einzelnen Schritte noch einmal an:

Wie funktionieren BTC-Transaktionen?

Das kennen wir alles schon. Aber wer Bitcoin wirklich verstehen will, muss Proof-of-Work kennen. Proof-of-Work ist ein Prozess – oder besser: ein Protokoll –, mit dessen Hilfe das Bitcoin-Netzwerk eine Transaktion verifiziert und validiert. Dieses Protokoll kann sich je nach Kryptowährung – d. h. je nach den Regeln der betreffenden Blockchain – unterscheiden.

Proof-of-Work – verständlich erklärt

Das Proof-of-Work-System validiert neue Transaktionen, indem es für Miner Anreize schafft, unglaublich komplexe Rätsel – eine Art riesiges Sudoku – zu lösen und so Blöcke zu verifizieren, bevor sie der Blockchain hinzugefügt werden. Der Miner, der das Rätsel am schnellsten löst, darf den neuen Block an die Chain anfügen und wird dafür mit einem bestimmten BTC-Betrag belohnt. Dieser Prozess wird als „Mining“ (dt. „Schürfen“) bezeichnet.

Warum nun wird dieses Wettbewerbssystem verwendet? Das liegt daran, dass die Miner im Wettbewerb um die Lösung des neuen Blocks ihre geballte Rechenleistung dem Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung stellen und ihm so Stabilität, Sicherheit und Dezentralität geben. Wenn ein Miner böswillig handelt oder Opfer eines Angriffs wird, werden alle anderen Netzwerkteilnehmer die Richtigkeit der jeweiligen Transaktionen überprüfen und nur korrekte Blöcke in die Chain einfügen. Die Kontrolle über mehr als 50 % des Netzes zu übernehmen, um diesen Konsens außer Kraft zu setzen, würde so viel Rechnerleistung erfordern, dass praktisch kein Hacker auf der Welt dazu imstande wäre. Dies ist der Sinn des Proof-of-Work-Systems.

Hier geht‘s ans Eingemachte

Damit haben Sie Ihren ersten Crashkurs in Sachen Bitcoin schon hinter sich gebracht. Wir haben natürlich längst nicht alles behandelt, aber Sie wissen jetzt genug, um sich selbst fortzubilden und vielleicht schon die ersten eigenen Bitcoin zu bekommen. Außerdem sind Sie jetzt ausreichend gerüstet, um ihren Weg in die Kryptowelt beispielsweise mit anderen Kryptowährungen fortzusetzen. Und schließlich trägt auch die Ledger Academy das Ihrige zu Ihrer Unterstützung bei. Lesen Sie also weiter.

Wissen ist Macht.

Lernen Sie noch mehr! Wenn Sie sich für Kryptowährungen und die Blockchain interessieren, sehen Sie sich unser School of Block-Video an, um herauszufinden, warum Bitcoin in aller Munde ist.


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