Die besten Solana-ETFs: Ein Leitfaden für Investitionen in die Zukunft von Kryptowährungen

| Wichtigste Erkenntnisse: |
| – Ein Solana-ETF (Exchange-Traded Fund, börsengehandelter Fonds) ist ein Finanzinstrument, das Investitionen in das zugrunde liegende SOL-Asset ermöglicht, ohne die Kryptowährung selbst erwerben zu müssen. – Anleger können Anteile an Solana-ETFs über klassische Brokerkonten kaufen und verkaufen, ohne den Vermögenswert selbst kaufen und verwalten zu müssen. – Diese Fonds ermöglichen zwar über klassische Brokerkonten Investitionen in Solana, allerdings ohne direkte Eigentumsrechte und ohne Beteiligung am zugehörigen Ökosystem. |
Das Interesse der Wall Street an Kryptowährungen hat sich mittlerweile über Bitcoin und Ethereum hinaus weiterentwickelt. Angesichts des anhaltenden Innovationsschubs im Kryptoökosystem suchen sowohl institutionelle als auch private Anleger nach regulierten Möglichkeiten, um in Solana, die nach Marktkapitalisierung sechstgrößte Kryptowährung, einzusteigen.
An dieser Stelle kommen Solana-ETFs ins Spiel: eine Anlageform, die das Investieren in SOL erleichtert und den Zugang zum Kryptomarkt weiter vereinfacht. Die Ergänzung von Bitcoin-ETFs und Ethereum-basierten ETFs durch Solana-ETFs signalisiert ein wachsendes institutionelles Interesse am übergeordneten Kryptoökosystem, das über die beiden führenden Kryptowährungen hinausgeht.
So wurden etwa erst kürzlich Solana-ETFs an den US-Märkten eingeführt, wobei das Produkt BSOL (Bitwise Solana Staking ETF) am ersten Handelstag ein Handelsvolumen von 56 Mio. USD verzeichnete – eine eindrucksvolle Bestätigung des Wachstumspotenzials.
Dieser Artikel befasst sich mit der Frage, was Solana-ETFs sind, wie sie funktionieren, wie man Zugang zu ihnen erhält und wie ihr aktueller Genehmigungsstatus an verschiedenen Märkten aussieht. Machen wir uns ans Eingemachte.
Was sind Solana-ETFs?
Ein Solana-ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Finanzinstrument, das eine Beteiligung am zugrunde liegenden Asset, dem nativen Solana-Token (SOL), ermöglicht, ohne dass das digitale Asset selbst gekauft oder gemanagt werden muss. Damit kannst du über klassische Broker in SOL investieren, ähnlich wie beim Handel mit Finanzinstrumenten wie Aktien.
Im Kern lassen sich Solana-ETFs derzeit in zwei Haupttypen einteilen: Spot-Solana-ETFs und Futures-basierte ETFs.
- Spot-Solana-ETFs: Diese Fonds investieren direkt in Solana und bieten Anlegern ein Engagement, das sich eng an den Marktpreis anlehnt. Der Nettoinventarwert (Net Asset Value, NAV) des Fonds folgt der Wertentwicklung der zugrunde liegenden Solana-Bestände.
- Futures-basierter Solana-ETF: Ein futuresbasierter Solana-ETF bildet Solana über regulierte Terminkontrakte ab, statt den SOL-Token direkt zu halten. Die Wertentwicklung des Fonds über die Zeit hinweg spiegelt die erwarteten Kursbewegungen von Solana, wie sie vom Terminmarkt bestimmt werden.
Wie Solana-ETFs funktionieren
Mit Solana-ETFs profitieren Anleger von dem Komfort, den auch traditionelle Börsen bieten. Bei der Schaffung von Spot-ETFs beispielsweise erwirbt und hält ein Emittent oder Fondsanbieter eine bestimmte Menge an Solana.
Der ETF-Anbieter gibt daraufhin Anteile aus, wobei jeder Anteil einen bestimmten Teil der vom Fonds gehaltenen Assets repräsentiert. Der Fonds wird anschließend an einer Börse wie der NASDAQ oder der NYSE notiert, wo Anleger Anteile kaufen oder verkaufen können.
Da der Fondsanbieter die Solana direkt hält, spiegelt der Fondswert unmittelbar den Solana-Kurs wider. Daher können Anleger davon ausgehen, dass der Wert ihrer Aktien je nach der Kursentwicklung von Solana steigen oder fallen wird. Sollten der Wert der Anteile und der SOL erheblich voneinander abweichen, kann der Anbieter Anteile ausgeben oder zurückkaufen, um das Preisgleichgewicht wiederherzustellen.
Was zeichnet Solana-ETFs aus?
Wie Bitcoin-ETFs und Ether-ETFs zeichnen sich auch Solana-ETFs hauptsächlich durch folgende Merkmale aus:
- Verfügbarkeit über traditionelle Märkte: Anleger können Anteile an Solana-ETFs über klassische Brokerkonten erwerben und veräußern.
- Professionelle Managementstruktur: Diese aktiv verwalteten Fonds beschäftigen Anlageexperten, die strategische Handelsentscheidungen treffen. Diese Experten führen umfassende Recherchen und Analysen zu den zugrunde liegenden Assets, Markttrends und technologischen Entwicklungen rund um Solana und das übergeordnete Ökosystem durch.
- Diversifizierungsaspekte: Die meisten Solana-ETFs sind als nicht diversifizierte Fonds klassifiziert. Das bedeutet, dass sie den Schwerpunkt vorwiegend bei Solana-bezogenen Investitionen setzen. Dies bringt für Anleger Chancen, aber auch erhebliche Risiken mit sich. Da alle Kryptowährungen – und damit natürlich auch Solana – extremen Schwankungen unterliegen, können schnelle Kurseinschläge beim Basiswert schlimmstenfalls zu Verlust des investierten Kapitals führen.
Vor- und Nachteile von Solana-ETFs
Mit Solana-ETFs erhalten Anleger eine regulierte Möglichkeit, in das SOL-Token zu investieren. Allerdings unterliegen diese Instrumente Risiken, wie sie sowohl für herkömmliche Anlageinstrumente als auch für den Kryptowährungsmarkt insgesamt charakteristisch sind.
Vorteile von Solana-ETFs
- Zugänglichkeit und Komfort: Solana-ETFs werden an traditionellen Börsen gehandelt, wodurch sie einem breiteren Anlegerkreis zugänglich sind. Darüber hinaus stellen sie einen geeigneten Einstiegspunkt für Personen dar, die mit Kryptobörsen nicht vertraut sind oder lieber über ein traditionelles, reguliertes Finanzinstrument in Solana investieren möchten.
- Verbesserte Liquidität: Durch den Handel an klassischen Börsen kannst du Anteile einfach kaufen und verkaufen. Das sorgt für ein Liquiditätsniveau, das beim direkten Halten von Kryptowährungen oft fehlt.
- Regulatorische Klarheit und Kryptoakzeptanz: Solana-ETFs werden von Vermögensverwaltern betreut, die der Aufsicht von Regulierungsbehörden wie der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (in bestimmten Ländern) unterliegen. Das kann dazu beitragen, Krypto als Anlageklasse stärker im Mainstream zu verankern, und erleichtert Anleger:innen den Einstieg.
Nachteile von Solana-ETFs
- Mangelnde Kontrolle: Eine Investition in einen Solana-ETF gewährt kein direktes Eigentum an SOL-Token. Infolgedessen haben Anteilseigner keine Kontrolle über die zugrunde liegenden Assets und können ihre Anteile nicht für On-Chain-Aktivitäten wie Staking, Governance oder dezentralisierte Anwendungen (DApps) innerhalb des Solana-Ökosystems nutzen.
- Marktvolatilität: Obwohl Anleger Solana nicht direkt besitzen, unterliegen die dem ETF zugrunde liegenden Bestände denselben Marktkräften. Wie bei anderen Kryptowährungen kann auch der Kurs von SOL aufgrund der Marktstimmung, der Liquidität und allgemeiner makroökonomischer Faktoren starken Schwankungen unterliegen. Diese Kursbewegungen wirken sich unmittelbar auf den Wert des Solana-ETF aus.
- Fehlsynchronizität: Die Wertentwicklung des Fonds entspricht möglicherweise nicht vollständig dem Spothandelspreis von SOL. Faktoren wie Marktvolatilität, Verwaltungsgebühren, Betriebskosten und – bei Futures-basierten Produkten – Contango (wenn die Futures-Preise höher sind als die Spotpreise) können zu einer Diskrepanz zwischen dem Wert des ETF und der tatsächlichen Kursentwicklung von Solana führen.
- Managementgebühren: Der Komfort des Kaufs von ETF-Anteilen anstelle des Direkterwerbs hat seinen Preis in Form von Verwaltungsgebühren und Betriebskosten. Der Kauf der Anteile kann zusätzliche Kosten verursachen, die höher sein können als beim Direktbesitz einer gleichwertigen Menge von Solana-Token.
- Eingeschränkte Handelszeiten: Als börsengehandelte Produkte können Solana-ETFs nur während der Börsenhandelszeiten ge- oder verkauft werden. Das steht im Gegensatz zu den rund um die Uhr geöffneten Märkten für digitale Assets, auf denen SOL jederzeit – also etwa auch am Wochenende und an Feiertagen – gehandelt oder transferiert werden können.
Das aktuelle Regulierungsumfeld für Solana-ETFs
Der globale Markt für Solana-ETFs ist aufgrund unterschiedlicher Regulierungsansätze zersplittert. Entsprechend variiert die Produktverfügbarkeit je nach Rechtsraum bzw. Land.
Solana-ETFs wurden nämlich erst kürzlich auf den US-Märkten eingeführt. Volatility Shares beispielsweise legte im März 2025 die Produkte Solana ETF (SOLZ) und 2x Solana ETF (SOLT) im auf. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels hält SOLZ Assets in Höhe von rund 244 Mio. USD, während der fremdfinanzierte SOLT über ein Nettovermögen von rund 627 Mio. USD verfügt, womit das wachsende institutionelle Interesse an Solana deutlich wird.
Ende Oktober 2025 wurden zwei Spot-Solana-ETFs auf dem US-Markt aufgelegt, während die US-amerikanische Bundesregierung sich im chaotischen „Shutdown“ befand. Am 28. Oktober wurde der Bitwise Solana Staking ETF (BSOL) an der New Yorker Börse (NYSE) gelistet. Unmittelbar darauf erfolgte die erfolgreiche Umwandlung des Grayscale Solana Trust (GSOL) von einem Anlagefonds in einen Solana-ETF.
Liste der beliebtesten Solana-ETFs 2025
| Produktname/Emittent | Eingeben | Hauptmerkmal | Markt/Status |
| Purpose, Evolve, CI, 3iQ | Spot-Solana-ETF | Umfasst Staking-Prämien | Kanada (aufgelegt im April 2025) |
| REX Osprey (SSK) | Staking-ETF | Folgt Preis und Staking-Rendite | USA (zugelassen im Juli 2025) |
| Invesco Galaxy | Spot-ETF | Folgt dem SOL-Spothandelspreis | USA (derzeit in Prüfung durch die SEC) |
| VanEck, 21Shares | Spot-ETF | Genehmigung durch SEC ausstehend | USA (derzeit in Prüfung durch die SEC) |
| Bitwise (BSOL) | Spot-ETF | Folgt dem SOL-Preis | USA (aufgelegt im Oktober 2025) |
| Volatility Shares (SOLZ, SOLT) | Futures-ETF | Folgt Solana-Futures | USA (aufgelegt im März 2025) |
| Grayscale (GSOL) | Spot-ETF | Folgt dem Solana-Spothandelspreis | USA (aufgelegt im Oktober 2025) |
Handels- und Preisdynamik
Solana-ETFs werden während der regulären Öffnungszeiten an klassischen Börsen gehandelt. Dabei werden die Preise durch die Nachfrage der Anleger und die Wertentwicklung des zugrunde liegenden SOL-Tokens beeinflusst. Während der Nettoinventarwert (NAV) des Fonds den Spotpreis von Solana widerspiegelt, können Marktkräfte insbesondere in Zeiten erhöhter Volatilität dazu führen, dass ETF-Anteile mit einem Auf- oder Abschlag gegenüber dem NAV gehandelt werden.
Solana verzeichnete in letzter Zeit extreme Schwankungen, wobei die Preisbewegungen an einzelnen Handelstagen zum Teil bei über 20 % lagen. Da die Wertentwicklung des Fonds direkt mit den zugrunde liegenden SOL-Bewegungen korreliert, sollten ETF-Anleger ähnliche Volatilitätsmerkmale einkalkulieren.
Liquidität und Preisbildung hängen von zwei Faktoren ab: der Tiefe von Solana auf On-Chain- und Börsenmärkten sowie der Aktivität an den traditionellen Aktienmärkten. Sollten die Kryptomärkte während der Handelsschließung der Börsen starke Schwankungen verzeichnen, kann der Eröffnungskurs des ETF bei Wiederaufnahme des Handels einen Sprung nach oben oder unten machen, wodurch zusätzliche Marktrisiken entstehen.
Zudem werden ETF-Anteile nur zu den üblichen Börsenzeiten gehandelt, während die Kryptowährungsmärkte kontinuierlich operieren. Das kann zu Preisdifferenzen führen, wenn die ETF-Märkte nach starken nächtlichen Kursbewegungen wieder öffnen, was zusätzliche Marktrisiken mit sich bringt.
Solana-ETFs im Vergleich zur Selbstverwahrung
Nachstehend sind einige Nachteile von Solana-ETFs aufgeführt:
- Kein echtes Eigentum: ETF-Anleger investieren zwar in den Kurs von Solana, erhalten jedoch kein Eigentumsrecht an den SOL-Token selbst. Infolgedessen können sie ihre Anteile nicht für Staking, Governance oder dezentralisierte Anwendungen (DApps) innerhalb des Solana-Ökosystems nutzen. Direktes Eigentum würde es den einzelnen Personen dagegen gestatten, ihre Assets eigenständig zu kontrollieren, zu verwalten und abzusichern, was den Grundprinzipien der Kryptobewegung entspräche.
- Übermäßige Abhängigkeit: Die Mittlerfunktion von ETFs führt zu einer übermäßigen Abhängigkeit von Fondsgesellschaften, Vermögensverwaltern und traditionellen Finanzsystemen. Das führt zu Einschränkungen (insbesondere aufgrund von Bilanzbeschränkungen und inhärenten Produktstrukturrisiken) bei extremen Marktbedingungen oder regulatorischen Änderungen.
- Niedrigere potenzielle Nettorenditen: Verwaltungsgebühren, Depotkosten und operative Aufwendungen können die Nettorendite im Vergleich zum direkten Besitz schmälern.
Fazit
Die Revolution, die mit Bitcoin-ETFs begonnen hat, hat nun auch Solana erreicht. Trotzdem kann man nicht einfach behaupten, dass es sich hierbei nur um eine weitere Kryptowährung handelt, die die Aufmerksamkeit der Wall Street auf sich zieht. Das Aufkommen von Staking-fähigen ETFs stellt eine Neuheit dar: traditionelle Anlageinstrumente, die nicht nur die Preise digitaler Vermögenswerte nachbilden, sondern aktiv an Blockchain-Netzwerken teilnehmen, um Erträge zu generieren.
Um diese Innovation erfolgreich zu nutzen, ist es entscheidend zu verstehen, was man tatsächlich erwirbt. Wenn du dir Anteile an einem Solana-ETF sicherst, kaufst du nicht Solana selbst, sondern den Anspruch auf das Versprechen eines Fondsmanagers, in deinem Namen die richtigen strategischen Marktentscheidungen zu treffen. Dieses Versprechen wird begleitet von fachlicher Kompetenz und regulatorischem Schutz. Gleichzeitig entstehen jedoch eine Mittlerrolle und du gibst die Kontrolle ab – du verzichtest also auf genau das, was Kryptowährungen ursprünglich revolutionär gemacht hat.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Solana-ETFs die Institutionalisierung des „Wilden Westens“ der Kryptowährungen verkörpern: Sie bieten sowohl die Sicherheit einer aufsichtsrechtlichen Kontrolle als auch den Reifegrad des traditionellen Finanzwesens. So lösen sie das Problem der Zugänglichkeit; sie bieten professionelles Management, nehmen dir jedoch die direkte Kontrolle; und sie ermöglichen Staking-Prämien – erheben dafür aber auch Verwaltungsgebühren. Letztendlich sind sie weder komplett kryptobasiert noch uneingeschränkt traditionell, sondern stellen etwas völlig Neues dar – mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken.