Die Grundlagen

PFAD 1. Über Krypto

Kapitel 1/6

Was ist eine Kryptowährung?

Jan 14, 2021
Lesen 3 min.
Wichtigste Erkenntnisse:
– Kryptowährungen sind ein digitales Wertmaß, das ohne Vermittler nachverfolgt und übertragen werden kann
– Kryptowährungen existieren in einem Netzwerk, das als Blockchain bezeichnet wird: ein unendliches und unveränderliches Kontobuch, mit dem sich jede jemals im Netzwerk getätigte Transaktion aufzeichnen lässt.
– Da die Blockchain akkurat und unveränderlich ist, ermöglicht sie die Wertübertragung ohne Vermittler – und damit eben auch Transaktionen zwischen gleichrangigen Nutzern (Peers).
– Weil Kryptowährungen dank der Blockchain unkontrolliert von Banken und zentralen Behörden existieren, bedeutet der Besitz von Kryptoguthaben außerdem, dass Sie die uneingeschränkte Verantwortung für die sichere Aufbewahrung Ihrer Vermögenswerte tragen

Sie erwägen also, in Kryptowährungen einzusteigen? Wenn Sie es mit Kryptowährungen wirklich ernst meinen, dann sollten wir zu Beginn eine allgemeine Einführung in das Konzept der Kryptowährungen vermitteln. In diesem ersten Schritt unseres Einsteigerleitfadens erfahren Sie, was Kryptowährungen sind und worin ihr philosophischer Hintergrund und ihre allgemeinen Merkmale bestehen.

Wofür braucht man überhaupt Kryptowährungen?

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Unsere Welt digitalisiert sich. Im Jahr 2020 nutzten fast 60 % der Weltbevölkerung das Internet, und diese Zahl wächst weiter. Die Demokratisierung des Internets zu Beginn des 21. Jahrhunderts brachte neue Gewohnheiten und Praktiken mit sich: Blogs, Chats, Spiele – und das ist großartig! Sinn und Zweck des Internets bestanden darin, einen direkten Informationsaustausch zwischen Nutzern zu ermöglichen – ohne Vermittler oder zentrale Behörden. Mit anderen Worten: Informationen wurden dezentralisiert.

Allerdings erlaubt das Internet konzeptionell kein dezentralisiertes Teilen von Werten. Wenn Sie eine Datei oder einen Song mit einem Freund teilen möchten – z. B. über WeTransfer oder per E-Mail –, dann senden Sie eine Kopie der Datei und behalten das Original auf Ihrem Gerät. Wenn Sie aber einen Dollar an einen Freund schicken und denselben Dollar gleichzeitig behalten, verliert der Dollar seinen Wert.

Der einzige Weg, Geld zu tauschen, führte bislang über Vermittler, die in digitaler oder physischer Form vorhanden sein können (also über Banken). Die Preisfrage lautete also: Wie lässt sich die Dezentralisierung auf das Teilen von Wert ausdehnen? Anders formuliert: Wie kann man eine digitale Währung schaffen, die direkte Transaktionen zwischen Währungseigentümern ermöglicht?

Die Antwort auf diese Frage wurde 2008 gegeben – mit der Geburt von Bitcoin, der ersten Kryptowährung überhaupt. Damals veröffentlichte sein Erfinder Satoshi Nakamoto ein Whitepaper mit dem Titel Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System (Bitcoin: Ein elektronisches Peer-to-Peer-Zahlungssystem). Mit diesem recht anschaulichen Titel wird bereits erklärt, was Bitcoin ist und wie es funktioniert. Dadurch hatte es den Weg für das Ökosystem und den Markt für Kryptowährungen geebnet und einen neuen Ansatz erschlossen, Wert zwischen gleichrangigen Währungsteilnehmern zu teilen.

Kryptos und Blockchain: Worin besteht der Unterschied?

Wenn es um Kryptos geht, kommt man kaum umhin, über die Blockchain zu sprechen. Im Grunde genommen ist das eigentlich unmöglich. Ganz einfach ausgedrückt: Kryptowährungen sind wie digitales Geld, und die Blockchain ist das Netzwerk, über das die Geldtransaktionen abgewickelt werden.

Daher haben die meisten Kryptowährungen auch eigene Blockchains mit jeweils eigenen Regeln. Denken Sie beispielsweise an Spaghetti Carbonara. Es gibt natürlich ein Originalrezept und obligatorische Zutaten, aber jeder Koch hat seine eigene Art, sie zuzubereiten. Und das ist der Grund dafür, dass es unzählige Variationen von Spaghetti Carbonara gibt, die alle auf derselben Grundidee basieren. Genauso gibt es zum einen „die“ Blockchain-Technologie, also das allgemeine technische Konzept (ähnlich wie „das“ Internet), andererseits dagegen verschiedene „Blockchains“ zur Unterstützung der diversen Kryptowährungen, also etwa das „Bitcoin-Blockchain-Netzwerk“ oder die „Ethereum-Blockchain“.

Während Blockchain demnach die zugrundeliegende Technologie ist, handelt es sich bei Kryptowährungen um die bislang häufigste Anwendung dieser Technologie. Aber Krypto ist viel mehr, als nur Geld zu verdienen. Es geht darum, sich an einer dynamischen technischen Revolution zu beteiligen.

Unterschiede zwischen Krypto und Fiat

Ein guter Ansatz, das Potenzial von Kryptowährungen besser zu verstehen, besteht darin, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen ihnen und den Fiatwährungen – wie Dollar, Euro oder Pfund – zu beschreiben.

Zunächst einmal sind beide Währungsformen. Daher teilen sie eine Reihe von Eigenschaften. Beide sind Tauschmittel, die zur Verwahrung und Übertragung von Werten sowie zum Kaufen von Waren und Dienstleistungen verwendet werden können. Beide sind legal. Beide können für den Handel oder für Investitionen genutzt werden. Zudem sind beide, um als Tauschmittel funktionieren zu können, auf das Vertrauen der Verbraucher angewiesen. Außerdem wird der Wert bei beiden durch wirtschaftliche Faktoren wie Angebot und Nachfrage, Arbeit und Knappheit bestimmt. Es gibt aber auch Unterschiede, von denen fünf wesentlich sind. In ihnen liegt die revolutionäre Kraft der Kryptowährungen begründet.

Krypto vs. Fiat

Durch das Ausschalten von Vermittlern und die Abkehr vom traditionellen Finanzsystem fördern Kryptowährungen eine Dezentralisierung und die Ermächtigung des Einzelnen.

Kryptowährungen sind der Treibstoff für ein ganz neues System, in dem Sie als freier Mensch mehr Macht und Einfluss haben. In diesem System können Sie „Ihre eigene Bank sein“: Nur Sie haben die Kontrolle über Ihre digitalen Vermögenswerte, sind aber auch alleinig für deren Sicherheit verantwortlich. Es sind keine zentralen Behörden involviert – keinerlei Dritte, denen man vertrauen müsste.

Ein solches System bedeutet mehr Freiheit und Unabhängigkeit, eigenmächtig zu handeln. Es bewirkt mehr Gleichheit, Transparenz und Privatsphäre bei all Ihren Handlungen. Auch wenn Kryptowährungen noch einen weiten Weg vor sich haben und viele Herausforderungen zu bewältigen sind, geht es bei ihnen doch genau darum, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen und ihm die Kontrolle über sein Leben zu geben.

Wissen ist Macht.

Vertrauen Sie sich selbst und lernen Sie weiter. Wenn Sie sich gerne mit Kryptowährungen und Blockchain auseinandersetzen, schauen Sie sich unser School of Block Video an Erläuterung, warum Bitcoin so angesagt sind – und was sie den Nutzern bieten.


Verwandte Quellen

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